07.03.2019 Ziel des ZIM-Netzwerkes „Biomasse 2.0“ mit 14 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus vier Bundesländern unter Federführung des BioEnergie Verbundes e.V. mit Sitz in Jena (Thüringen) ist es, die Wertschöpfungskette von Biogasanlagen und Kläranlagen über die Gewinnung von Energie hinaus zu verlängern. Das noch bis Ende September 2019 laufende Projekt sieht vor, kommunale Kläranlagen als auch Biogasanlagen zu komplexen Bio-Raffinerien weiterzuentwickeln, um deren Wirtschaftlichkeit zu sichern. Dabei geht es neben der Herstellung von biogenen Ausgangsprodukten für die Industrie und der gärrestefreien Biogasproduktion auch um Energieautarkie bestehender kommunaler Kläranlagen.

Aktuelles Ergebnis ist die Vorstellung einer Schauanlage zur Umrüstung einer bestehenden Kläranlage.

Im ZIM-Netzwerk „Biomasse 2.0“ wurden dazu in kommunalen Kläranlagen Versuchsreihen durchgeführt, um diese Kläranlagen bis hin zur Energieautarkie zu ertüchtigen. Dazu sollen biogene Reststoffe (z.B. Landschaftspflegematerial) als zusätzlicher Biomasse-Input in einem separaten System (Bio-Raffinerie) methanisiert werden. Zusätzlich dazu soll der Überschussschlamm (bei kleinen bis mittleren Kläranlagen nur begrenzt verfügbar) zur Biogaserzeugung genutzt werden. Damit kann der wirtschaftliche Betrieb von BHKW`s am Kläranlagenstandort gesichert werden, ohne dass dann zusätzliche Investitionen für einen Faulturm anfallen.

Darüber hinaus wird angestrebt, die im Prozess anfallenden biogenen Zwischenprodukte, wie z.B. Fasermaterialien für nachhaltige Baustoffe zu nutzen.

Ohne eine Netzwerkförderung durch das BMWi wäre dieses Projekt in dieser Qualitätsstufe und Zeiteinheit mit den Netzwerkpartnern nicht erreichbar gewesen. Mit der weiteren Möglichkeit einer Anschlussförderung von einzelnen FuE-Projekten aus dem Netzwerk heraus kann damit eine konkrete Einzelprojektrealisierung ins Auge gefasst werden.

Vorstellung der Schauanlage Hybridkläranlage vor Vertretern der Thüringer Landtagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN am
06.09.2018 anlässlich der Aufnahme des Robert Boyle Institutes in den FTVT – Forschungs- und Technologieverbund
Thüringen e.V.durch den Vorstandsvorsitzenden des Robert Boyle Institutes e.V. – Herrn Olaf Luschnig (links im Bild).
Foto: BioEnergie Verbund e. V., unter Impressum